SUDECK
ATROPHIE
Sudeck-Atrophie
Finden Sie Ihre Schmerzdiagnose selbst
Sudeck Atrophie in englisch (in english): www.sudeck-atrophy.com (einfach anklicken, click here)
Zunächst gute Nachrichten für alle Schmerzpatienten
Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf, in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zu einem 1. Urteil (Sozialgericht Kassel) (Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik) Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: www.schmerzklinik.com/sozialgericht2 (Pressekommentar dazu: https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik) und vom Sozialgericht Köln erging eine entsprechende, einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st mit, dass alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen.
Manche Autoren schreiben den Begriff "Sudeck Atrophie" auch mit Bindestrich (Sudeck-Atrophie).
Mit dem Begriff "Sudeck Atrophie" meinen nicht wenige Autoren eigentlich den Mor bus Sudec k, was nicht korrekt ist, denn die Sudeck-Atrophie beschreibt nur das dritte Stadium der Kran keit "Mor bus Sudec k" (siehe weiter unten).
Der Mor bus Sudec k wurde nach dem Hamburger Chirurgen Paul Sudec k (1866-1945) benannt, der sie um 1900 erstmalig beschrieben hat.
Die neue Bezeichnung der International Association for the Study of Pain für die Sudeck Atrophie bzw. den Mor bus Su deck (engl. Sudeck`s atrophy oder Sudeck`s dystrophy) lautet: CR PS Typ I = Complex Regional Pain Synd rome (Ref lex Sympathetic Dystrophy Synd rome)
In der Literatur wird das Risiko, einen Mor bus Sudec k zu erleiden, auf 0,05% bis 5% geschätzt. Betroffen sind meist nur Erwachsene, überwiegend das weibliche Geschlecht zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
Mor bus Sudec k der linken Hand (1. Stadium):
(Quelle: eigene Bilder aus der Kinik)
Zu einer Sudeck Atrophie kann es nach jeder, auch geringer Arm- oder Bein verletzung kommen, seltener aber auch spontan (= von alleine, ohne erkennbare Ursache). Da ein Mor bus Sudeck bzw. eine nachfilgende Sud eck Atrophie aber nicht zwingend nach jeder Verle tzung auftritt, muß es eine individuelle Kran kheitsdisposition (= Anfälligkeit für eine Kran kheit) mit besonderer vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Labilität geben.
Die Patienten klagen über einen diffusen, heftigen
Brennschmerz, ähnlich wie bei einer
Kausalgie
(=
Schmerzen nach
Nervenverletzung). Häufig besteht eine
Hyperästhesie
(= Sensibilitätsstörung
als Überempfindlichkeit gegenüber allen örtlichen Reizen)
bis hin zu Allodynie (=
Berührungsschmerzen
schon bei leichter, normalerweise nicht schmerzhafter
Berührung).
Aufgrund der Zirkulationsstörung sind die betroffenen Partien meist bläulich
livide verfärbt und ödematös (=
aufgequollen)
verändert (siehe Bild).
Häufig bemerken die Patienten eine erhöhte Schweißneigung im betroffenen
Körperbereich.
Beteiligte
Gelenk e
versteifen oft und führen so zu einer Behinderung.
Beim Mor
bus Sudec k
liegt eine Algodyst
roph
ie (=
schmerzhafte Organstörung) in ausgeprägter Form vor. Die Pathogenese
(= Entwicklung einer Kran kheit)
dieser
Schmerzerkrankung
ist unbekannt.
Die
Schmerzkrankheit beruht auf einer Zirkulationsstörung mit anschließender Bildung von schrumpfendem Bindegewebe und nachfolgenden
bleibenden Funktionsstörungen.
Die Art der Gewebsveränderungen läßt
an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner 1988),
es liegt eine lokale (= örtliche)
Stoffwechselstörung vor.
Der Mor
bus Sudec k
läuft (meist, aber nicht immer) in drei Stadien ab:
Akutes
Stadium
Im Vordergrund stehen
Schmerzen, auch in Ruhe, Schwellung infolge eines Ödems
(= krankhafte
Flüssigkeitsansammlung)
und hochgradige Funktionseinschränkung. Die Haut ist rötlich/bläulich
verfärbt und teigig verändert sowie überwärmt.
Dystrophisches (= durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen
und Veränderungen einzelner Körperteile betreffendes) Stadium
Das Gewebe atrophie rt (=
schwindet, bildet sich zurück)
und die Schwellung geht zurück.
Schmerzen lassen nach und die Temperatur im
betroffenen Körperbereich ist herabgesetzt.
Stadium der Atrophie
Knochen
und
Weichteile sind
atrophie
rt (= haben sich
zurückgebildet), auch
die
Muskeln, beteiligte
Gelenk
kapseln sind
geschrumpft. Es besteht eine deutliche
Bewegung
seinschränkung. Die Haut ist dünn, blaß, beteiligte
Knochen sind entkalkt (seitenvergleichendes Röntgenbild!).
Besonders gravierend ist ein Mor bus Sudec k im Bereich der Hand, weil sie dort häufig zur Invalidität führt. Auf dem Röntgenbild sieht man eine typische, fleckige, diffuse Knochenentkalkung ähnlich wie bei der Osteoporose (= Systemerk rankung des Skeletts mit Verminderung der Knochen masse).
Im Bereich der unteren Extremität (= Bein) tritt der Mor bus Sud eck bevorzugt im Bereich des Fuß es auf, selten Knie oder Hüfte.
Behandlung bei Mor bus Su deck:
1) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung:
Im akuten Stadium ist Kortison
hilfreich, so. z.B. Metylprednisolon über 4-5 Tage 80 mg, dann über 2
Wochen wieder ausschleichen. Zuvor muß allerdings eine "echte" En tzündung
ausgeschlossen werden.
Trizyklische
Antidepressiva
(= Mittel gegen die Depression, u.a. aber auch bei
Schmerzen hilfreich). Ganz wichtig ist, daß
der Patient über eine solche Verordnung aufgeklärt werden muß,
denn damit soll primär nicht seine Psyche behandelt werden, sondern
diese Medikamente wirken auch schmerzlindernd, in dem sie den Serotonin
(= ein Gewebshormon)/ Noradrenalin
(= Hormon des Nebennierenmarks) Re-uptake (=
Wiederaufnahme) hemmen und somit der
Schmerzentstehung entgegenwirken und auch zu einer
Schmerzdistanzierung führen.
Empfehlung:
Amitriptylin und Clomipramin, bis zu
150 mg/Tag.
Beim
Mor bus Sudec
k können zur
Schmerzbekämpfung eher Antiepileptika
(= Mittel gegen die Fallsucht,
u.a. aber auch bei Schmerzen hilfreich) gegeben
werden (Tremount-Lukats et al. 2000). Als wichtigste Medikamente aus
dieser Gruppe gelten heute Gabapentin
und
Pregabalin.
Die Aufdosierung kann relativ rasch erfolgen, je nach Toleranz).
Die generelle
Empfehlung direkter
Schmerzmittel
ist schwierig, da die Ansprechbarkeit sehr individuell ist. Es sollte
deshalb zuvor eine
Analgetika
austestung erfolgen. Meist kommt man aber um
die Verordnung zentral (= im Gehirn / Rückenmark)
wirkender Analgetika
(=
Schmerzmittel) nicht herum.
Auch die Gabe von
Calcitonin (= ein Gewebshormon)
soll
günstig sein, die Studienlage hierzu ist aber nicht
eindeutig und uns hat die Wirkung nicht überzeugen können.
In der
Literatur wird darüber hinaus die Gabe von Bisphosphonaten
empfohlen (Varenna M, et al 2000). Medikamente aus dieser Gruppe
werden u.a. auch zur Behandlung der
Osteoporose
verwendet.
Schließlich wäre noch Phenoxybenzamin zu nennen (Thoden 1987), wir haben aber bisher noch keinen eindeutigen positiven Effekt gesehen, dafür aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen.
Die amerikanische
Arzneimittelagentur FDA erinnert in einem Warnhinweis Ärzte daran, dass es unter
der Therapie mit Bisphosphonaten zu schweren Schmerzen im Bewegungsapparat
kommen kann. Die europäische Arzneimittelagentur EMEA überarbeitet derzeit die
Sicherheitshinweise einmal zu den kardiovaskulären Risiken von Bisphosphonaten
und dann zur Gefahr von Kiefernekrosen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=30986 (Jan
2008)
Bereits 2004 wurde die Wirkung von
Bisphosphonate bei CRPS I untersucht (Ruhr-Universität Bochum): Es zeigte sich
weder eine Reduktion des Dauerschmerzes noch eine Verminderung der
Schmerzattacken hinsichtlich Anzahl, Dauer und Intensität...... Die
Schmerzreduktionen durch Bisphosphonate bei CRPS I-Patienten in anderen Studien
könnten durch die im Frühstadium der Erkran kung wahrscheinlich häufig
auftretenden Spontanremissionen zurückzuführen sein.
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=974924059&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=974924059.pdf
2) Lokale (= örtliche) medikamentöse Therapie:
Fettige DMSO (Dimethylsulfoxid) - Creme bzw. Gel, 4 mal /Tag aufgetragen (Zuurmond WW, 1996).
3) Spezielle Schmerztherapie / Therapeutische Lokalanästhesie:
Die konsequente Anwendung der
therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
führt bei einem
Mor bus Sudec
k zu beachtlichen Erfolgen.
Für den Bereich der
Arme hat sich
die
Blockade
(= Betäubung)
des
Ganglion stellatum
(= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
bewährt, optimal in
kontinuierlicher Form mit Katheter**. Die
Stellatumblockade
kann auch als
GLOA
(=
ganglionäre Opioidanalgesie
mit einem Opium-ähnlichen Medikament) durchgeführt werden, Nachteil dieser Methode ist aber, daß kaum ein
durchblutungsfördernder Effekt eintritt.
Auch die
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis mit Katheter** ist
sehr hilfreich (und auch risikoärmer als Stellatumblockaden),
zumal das
Nerven
geflecht des
Arm
es reich an vegetativen Fasern
ist, so daß es neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
auch zu einer Steigerung der Durchblutung kommt und somit die gestörte
Mikrozirkulation im Schmerzbereich optimiert wird.
Im Bereich der Beine (einschließlich Hüfte) kommen ebenso kontinuierliche Blockadetechniken** zur Anwendung:
Hüfte: Kontinuierliche Blockade des P lexus lumbal is mittels N. femoralis Katheter**
Oberschenkel,
Knie
Unterschenkel (hinten und außen) sowie Fuß: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus**
Auch die Ner ven femoral is und ischias bzw. ischiad icus führen vegetative Fasern, so daß die erwünschte Sympathikolyse
(= gefäßerweiternde und damit durchblutungssteigernde Wirkung) ebenfalls eintritt.Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain 2% (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte.
Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympath ische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. So wird z.B. in der Neuraltherapie aus diesem Grunde bewußt um das Gefäß herum infiltriert.
Manche Autoren
empfehlen sog.
Sympathikusblockaden
mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines
Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung
der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der
Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen
Sympathikusblockade
(= das
Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei
aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird)
ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden
anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich
erhöhte Behandlungsrisiko und die dabei auftretenden Schmerzen.
Eine Wirksamkeit von peripheren
(= außerhalb von Rückenmark oder Gehirn) intravenösen Guanethidinblockaden ist in
einer Metanalayse (=
Zusammenfassung von
Primär-Untersuchungen)
allerdings nicht nachgewiesen.
Auch die deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation
führt zur Behandlung
Nervenblockaden
mit
Betäubungsmittel
auf (http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll-na/036-006.htm).
4) Andere, zusätzliche Behandlungsmaßnahmen:
Als physikalische Therapiemaßnahme eignet sich bei dieser Kran kheit die Ultraschallbehandlung (Thomalske 1991).
Auch eine Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für die Hochtontherapie.
Ganz wichtig sind bei einem Mor bus Sudec k therapiebegleitende, intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen (auch Lymph drainagen) und eine funktionelle Ergotherapie. Die krankengymnastische Übungsbehandlungen dürfen aber nicht schmerzhaft sein, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die Krankengymnastik, wenn durch die eben beschriebene Blockadebehandlung die Schmerzreizleitung weitgehend ausgeschaltet wird.
Hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson aber auch ein Schmerzbewältigungstraining sind eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
Neuerdings führen wir bei Mor bus Sud eck im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschenkel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Abhängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der Durchblutung wird der lokal (= örtlich) gestörte Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken).
Besteht ein chronisches Schmerzsynd rom längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist i.d.R. eine rein somatische (= körperliche) Schmerzbehandlung nicht mehr ausreichend, sondern es muss auch eine psychologische Schmerzbehandlung bzw. spezielle Schmerzpsychotherapie erfolgen, was aber ambulant kaum möglich ist, weil es nur ganz wenige niedergelassene Psychologen gibt, die eine solche Weiterbildung absolviert haben.
* Bei
der sog. kontinuierlichen Blockade eines Ner ven mit Katheter wird der dünne
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht “aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das Lokalanästhetikum
(=
örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das
örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft
erhalten bleibt, damit
begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben, in manchen
Fällen durch die gleichzeitige Hemmung der Schmerzreizleitung dadurch sogar erst
möglich werden. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen
(= örtlichen)
Stoffwechsels (besonders wichtig bei der
Sud
eck Atroph ie) resultiert.
Nach neueren Erkenntnissen vermag diese intensive Blockadetherapie auch das sog.
Schmerzgedächtnis zu löschen.
Hier (einfach anklicken) gelangen Sie zur E-Mail einer Patientin, die mit den beschriebenen Methoden behandelt wurde.
Die beschriebenen, invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.
Dialysepflichtig? Ganz in unserer Nähe befindet sich für unsere Patienten ein kompetentes Dialyse-Zentrum: www.nephroteam.de
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Postzosterische Neuralgie
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Proktodynie,
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Psoarisspondarthritis,
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Querschnittsläsion,
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Sakroiliakalgelenk,
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Schambeinentzündung,
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Schmerztherapie bei Karzinom,
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Entzündung,
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/ Schmerzen nach Gürtelrose,
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Tumor,
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